Gegenbauer erhält Integrationspreis 2016

Für seine hervorragenden Integrationsleistungen wurde das Berliner Unternehmen Gegenbauer mit dem 1. Integrationspreis des Bundesinnungsverbandes des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) ausgezeichnet. Im Rahmen der BIV-Mitgliederversammlung am 9. November 2016 in Dresden nahmen Personaldirektor Claus Kohls, Geschäftsführer Kadir Altintas und Integrationsbeauftragter Thorsten Löffler stellvertretend für die Unternehmensgruppe Gegenbauer den Preis aus den Händen des Bundesinnungsmeisters Thomas Dietrich sowie des Vorsitzenden des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit, Holger Eickholz entgegen.

Nach Einschätzung der Jury, bestehend aus Roland Böhm (Bundesvorstandsmitglied des BIV), Johannes Bungart (Geschäftsführer BIV), Peter Hartmann (Chefredakteur Fachmagazin Rationell Reinigen), Fadime Sarikaya (Inhaberin Sarikohn), Tanja Čujić-Koch (Geschäftsführerin Mato Čujić Gebäudereinigung) und Holger Eickholz wurde mit Gegenbauer ein Unternehmen gekürt, welches mit einer beeindruckenden Vielfalt an Maßnahmen überzeugt und diese mit Konsequenz nachhaltig vorantreibt.

Oberste Priorität hat bei Gegenbauer die Unterstützung von Flüchtlingen bei der Integration in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft. Seit Beginn des Flüchtlingsstroms im Jahr 2015 konnten mehr als 30 Menschen erfolgreich in ein Praktikum, eine Ausbildung oder eine Beschäftigung gebracht werden. „In Zeiten des demografischen Wandels bedeuten diese Maßnahmen nicht nur gesellschaftliche Verpflichtung, sondern sind auch ganz klar darauf ausgerichtet, unseren immer größer werdenden Arbeitskräftebedarf zu decken und somit als Unternehmen weiterhin erfolgreich zu sein. Sie sehen, Integration muss nicht nur reiner Altruismus sein“, erklärt Claus Kohls in Dresden.

Mit „Fußball grenzenlos“ hob Gegenbauer gemeinsam mit dem Berliner Fußballverband in diesem Jahr ein Projekt aus der Taufe, welches vor allem die gesellschaftliche Integration zum Ziel hat.

Mit der Organisation von Sprachkursen sowohl für bereits Beschäftigte als auch für geflüchtete Menschen soll die stärkste Barriere für eine erfolgreiche Integration überwunden werden.

Die Auszeichnung ist für das Unternehmen Gegenbauer nicht nur Anerkennung, sondern auch „Ansporn und Verpflichtung, uns weiterhin mit all unseren Mitteln und Möglichkeiten für die erfolgreiche Integration von Menschen einzusetzen, nicht nur in unser Unternehmen, sondern in unsere Gesellschaft.

Denn wir sind fest überzeugt, jedes einzelne Beispiel erfolgreicher Integration hilft, Ängste, Befindlichkeiten oder Vorurteile, die es in unserer Gesellschaft, in jedem Unternehmen und zweifellos auch bei uns gibt, zu überwinden.“

Mit dem Integrationspreis stellt der BIV erstmalig die Bedeutung von Integration für die Branche der Gebäudedienstleister heraus und würdigt gleichzeitig das bereits vielfältige Engagement der Betriebe. „Unser Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, weitere Projekte anzustoßen, voneinander zu lernen und die Branche für eine stärkere Integration weiter zu motivieren“, erklärt Holger Eickholz.

Von ca. 620.000 Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk haben knapp 25 Prozent einen Migrationshintergrund. Das sind rund 150.000 Mitarbeiter aus mehr als 100 Nationen.

„Das Gebäudereiniger-Handwerk hat in der Vergangenheit erfolgreich gezeigt, wie Integration funktionieren kann. Vor allem vor dem Hintergrund des kürzlich von der Bundesregierung verabschiedeten Integrationsgesetzes, erhalten kurzfristig umsetzbare und wirkungsvolle Maßnahmen eine neue Bedeutung“, erläutert BIV Geschäftsführer Johannes Bungart. „Wichtig ist uns, dass der tarifliche und gesetzliche Mindestlohn nicht in Frage gestellt werden und keine neuen 1-Euro-Jobs, die zur Verdrängung bestehender Arbeitsverhältnisse führen, entstehen. Der faire Wettbewerb und die sozialen Rahmenbedingungen im Gebäudereiniger-Handwerk dürfen durch falsche politische Entscheidungen nicht gefährdet werden. Dafür setzt sich der BIV nachhaltig ein.“