Gebäudereiniger-Handwerk sieht IG BAU Lohn-Forderungen als unrealistisch

In Leipzig hat am 16. Mai die erste Runde der Tarifverhandlungen für die gewerblich Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk begonnen.

Aufgrund der Forderung der IG BAU nach einer Lohnerhöhung in Westdeutschland um 10 % und zur Lohnangleichung in Ostdeutschland um zusätzliche 11 Prozent, dort also insgesamt um 21 Prozent, sehen die Arbeitgeber mit großer Sorge dem weiteren Verlauf der Verhandlungen entgegen. In der ersten Verhandlungsrunde ist keine Einigung erzielt worden.

Schon heute zahlt das Gebäudereiniger-Handwerk in der ersten Lohngruppe einen deutlich höheren tariflichen Mindestlohn als den gesetzlichen in Höhe von 8,84 Euro; konkret in Westdeutschland 10 Euro und in Ostdeutschland 9,05 Euro.

„Wir sind grundsätzlich bereit, vernünftige Anpassungen mitzutragen, aber kein Mitgliedsbetrieb und Kunde ist bereit und in der Lage, diese Lohnforderungen in Preisgesprächen zu akzeptieren. Das ist einfach unrealistisch.“ so Christian Kloevekorn, Vorsitzender der Tarifkommission im Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks.

Die Tarifgespräche werden am 20. Juni 2017 in Frankfurt am Main fortgesetzt.