Mehr als 100 Gewerke treten jedes Jahr bei Europas größtem Berufswettbewerb gegeneinander an: der Deutschen Meisterschaft im Handwerk. In diesem Jahr feiert der Wettbewerb sein 75-jähriges Bestehen. Auch die Gebäudereinigung, das beschäftigungsstärkste Handwerk Deutschlands, ist mit dabei. Das diesjährige Bundesfinale fand im DFB-Campus, der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes, in Frankfurt am Main, statt. Als Siegerin ging Elea Rauh aus Hof hervor. Nach drei erfolgreich absolvierten Prüfungsaufgaben setzte sich die 20-Jährige gegen elf weitere Nachwuchskräfte aus ganz Deutschland durch. Für die Teilnahme müssen die Gesellinnen und Gesellen ihre Abschlussprüfung mindestens mit der Note „gut“ bestanden, zum Zeitpunkt der Prüfung das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet und sich zuvor in den jeweiligen Landeswettbewerben qualifiziert haben.
Elea Rauh hat nach der Schule eine zweieinhalbjährige Ausbildung beim Innungsunternehmen Moritz Fürst in Nürnberg absolviert. Mittlerweile ist sie in ihre Heimatstadt Hof zurückgekehrt und ist dort beim Innungsunternehmen SF Gebäudereinigung als technische Leiterin tätig.
Foto von links: Michael Wolf, Armin Schwarz, Laura Reinholdtz, Elea Rauh, Jamie Lion Ungermann, Matthias Stenzel (Quelle: BIV)
Zweiter Bundessieger wurde Jamie Lion Ungermann aus Nordrhein-Westfalen (20) vor Laura Reinholdtz aus Sachsen (23). Die drei Wettbewerbsbesten erhalten den mit insgesamt 4.500 Euro dotierten Carl-Gegenbauer-Preis des Bundesinnungsverbandes des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV). Zudem kämpfen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer um den mit 2.000 Euro dotierten „Newcomerpreis“ des BIV.
Vor den Augen der zehnköpfigen Jury stellten die Teilnehmenden ihr Können an drei Stationen unter Beweis: der mechanisch unterstützten, chemiefreien Reinigung von Außenjalousien mit Reinwasser, der desinfizierenden Reinigung einer Indoor-Umkleidekabine sowie der Reinigung von Glasvitrinen und Böden unter Einsatz von Robotik.
BIV-Vorstandsmitglied Matthias Stenzel nahm bei der Siegerehrung Bezug auf den besonderen Austragungsort: „Wer hier steht, hat sich durchgesetzt – nicht nach Verlängerung oder Elfmeterschießen, sondern durch saubere Arbeit, Ausdauer und echte Leidenschaft.“
Neben Michael Wolf, Obermeister der Hessischen Landesinnung, richtete der Hessische Minister für Kultus, Bildung und Chancen, Armin Schwarz (CDU), Grußworte an die Nachwuchsstars: „Die besten Fachkräfte des Gebäudereiniger-Handwerks haben eindrucksvoll ihr Können unter Beweis gestellt und gezeigt, wie viel Fachwissen, Präzision und Engagement in ihrem Handwerk stecken. Leistungen wie diese sind eine gute Grundlage für die Zukunft des Handwerks und ein wichtiges Vorbild für kommende Generationen.“






