RTV-Verhandlungen 2019

BIV kämpft für neuen, rechtssicheren und fairen RTV

Der BIV hat von Beginn an deutlich gemacht, dass er sich nach der Kündigung des Rahmentarifvertrags im April 2019 für eine Neuauflage des Rahmentarifvertrags einsetzt – und das so schnell wie möglich.

Konkret bieten wir mehrere Zugeständnisse, die die Forderungen der IG BAU erfüllen:

  • Der Urlaubsanspruch von 28 bis 30 Tagen wird künftig gekoppelt an die Länge der Branchenzugehörigkeit. Heißt zusammengefasst: Einmal 30 Tage – immer 30 Tage.
  • Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung fangen Gesellen künftig in Lohngruppe 6 an (ab Ende 2020 bundesweit 14,10 € pro Stunde) – unabhängig von ihrer konkreten Tätigkeit und ihrem Einsatz. Damit stärken wir die Fachkräfte in unserer Branche.
  • Die Industriereinigung bekommt einen eigenen Zuschlag von 75 ct pro Stunde.

Nicht zuletzt gelten die Mehrarbeitszuschläge/Erschwerniszuschläge von 25 Prozent pro Stunde für alle Beschäftigten, wenn sie länger als acht Stunden am Tag arbeiten. Hiervon profitieren sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitbeschäftigte.

Weihnachtsgeld: Kein Thema für diese Tarifverhandlungen!

Besonders lautstark und öffentlichkeitswirksam fordert die IG BAU im Zuge dieser Tarifverhandlungen ein „Weihnachtsgeld“. Wir sagen: Die Gewerkschaft muss aufhören, Nebelkerzen zu werfen! Fakt ist: Das Weihnachtsgeld oder wie auch immer man es bezeichnen mag, ist nichts anderes als ein 13. Monatsgehalt und damit eine zusätzliche materielle Lohnforderung. Wir haben der IG BAU von Anfang an gesagt, dass es in den Rahmentarifverhandlungen NICHT um ein Monatsgehalt gehen kann. Dabei bleibt es!

Bis Ende 2020 hat die Branche einen laufenden Lohntarifvertrag, den wir gemeinsam mit der IG BAU für die Jahre 2018 bis 2020 abgeschlossen haben. Insofern sind weitere Lohnforderungen der Gewerkschaft schlichtweg unverständlich. Mit Lohnsteigerungen von fast 20 Prozent (2018 bis Ende 2020) sind gerade die Unternehmen in Ostdeutschland weit und zum Teil über ihre Schmerzgrenze gegangen, um endlich die historische Anpassung der Löhne in Ost und West zu ermöglichen.

Allerdings haben wir der Gewerkschaft auch mitgeteilt, dass wir grundsätzlich bereit sind, über ihre Lohnforderungen zu sprechen. Die richtige Zeit und der richtige Ort dafür sind die Lohntarifverhandlungen, die im Jahr 2020 zum Abschluss geführt werden müssen.